Fischbeker Heide

Karte der Fischbeker HeideAllgemeines
Im Stadtteil Hamburg-Fischbek liegt das ca. 773 Hektar große Naturschutzgebiet „Fischbeker Heide“. Somit ist die Fischbeker Heide das drittgrößte Naturschutzgebiet in Hamburg. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann man auf gut erschlossenen Wanderwegen die Landschaft genießen und erkunden. Es gibt 8 Wanderwege die durch Nummern gekennzeichnet sind. Im Gegensatz zur Lüneburger Heide ist die Fischbeker Heide nicht so überlaufen, so dass die besondere Tier- und Pflanzenwelt, einen Ausflug zum echten Erlebnis macht. In der Zeit von Mitte August bis Anfang September ist die Heideblühte, in dieser Zeit färbt sich die Landschaft lila.

Geschichte
In der Jungsteinzeit gab es die erste Besiedlung in dieser Gegend. Es gibt archäologische Funde aus dieser Zeit. Die Fischbeker Heide entstand zwischen der Steinzeit und dem Mittelalter durch Überweidung und Raubbau. Einstigen Waldflächen, die mit Eichen und Birken bewachsen waren, wurden gerodet und zu Holzkohle verarbeitet. In der Eisenverhüttung wurde diese Holzkohle verwendet. Später wurden mit dem Holz die Salzsiedepfannen in Lüneburg beheizt. In der Zeit nach der Rodung wurden die entstandenen Freiflächen Landwirtschaftlich genutzt, vorwiegend als Weideflächen für Schafe und Heidschnucken. Auch die Heidesoden wurden abgestochen und als Stalleinstreu verwendet. Hierdurch kam es zu einem stetigen Neubewuchs der Heide und der neue Baumbewuchs wurde nahezu verhindert. In der heutigen Zeit gibt es diese landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr. Um eine Verwaldung der Fischbeker Heide zu verhindern, werden junge Bäume regelmäßig entfernt. Eine der größten reinen Heideflächen befindet sich nahe dem Segelflugplatz. Auf niedersachsischem Gebiet grenzt die Fischbeker Heide an den 2003 stillgelegten Truppenübungsplatz der Röttiger Kaserne, der wahrscheinlich unter Naturschutz gestellt werden soll.

Pflanzenwelt
Die Fischbeker Heide zeichnet durch verschiedene und besondere Landschaftsformen aus. Man findet dort: Feucht- und Trockenheide, Nieder- und Laubwaldwälder, Magerrasen, Quellmoore und Waldwiesen. Bei einer solchen Vielzahl von Biotopsformen, finden dort eine Vielzahl von Pflanzen einen Lebensraum. Am häufigsten findet man dort die Besenheide, diese gehört zu den Zwergsträuchern und kann bis zu 80 Jahre alt werden.

Der Bach „Fischbek“
Durch das Naturschutzgebiet verläuft das ehemalige Bachbett der Fischbek, der um 1900 durch Trinkwasserentnahme austrocknete.

Tierwelt
Der Lebensraum „Fischbeker Heide“ bietet vielen Tierarten einen idealen Lebensraum. Mehr als 2000 Tierarten leben in den weitläufigen Heideflächen.

Parkplätze
Für Wanderer und Spaziergänger gibt es in Fischbek 3 schöne Parkplätze, die sehr nahe an der Fischbeker Heide sind.

Parkplatz Schnuckendrift
Von der Cuxhavener Straße (B73) in den Rostweg einfahren und ganz bis zum Ende durchfahren und dann links in die Schnuckendrift einfahren. Am Ende der Straße befindet sich auf der linken Seite ein Parkplatz.

Parkplatz Scharlbarg
Von der Cuxhavener Straße (B73) in den Scharlbarg einbiegen und fast bis zur Kehre durchfahren, dort befindet sich auf der rechten Seite ein Parkplatz.

Parkplatz Scharlbargstieg
Von der Cuxhavener Straße (B73) in den Scharlbarg einfahren, danach die 4. Straße rechts, in den Scharlbargstieg einbiegen. Diese Straße führt über Kopfsteinpflaster zum Segelflugplatz. Dort befindet ein kleiner Parkplatz für Ausflügler.